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Geschäftsführerin

Stellen wir uns eine Welt vor, in der jedes Land dank verantwortungsbewusster Regierungsführung und geeigneten politischen Richtlinien seine Unabhängigkeit in den für die Versorgung und nationale Würde maßgeblichen Bereichen erreicht hat.

Es ist gegenwärtig leider zur Regel geworden, dass jedes Afrika betreffende Thema auf Klischees reduziert wird, wie zum Beispiel:

  • Alle afrikanischen Politiker sind korrupt.
  • Der afrikanische Kontinent ist mit HIV/AIDS infiziert.
  • In allen 54 Ländern des Kontinents toben Bürgerkriege.
  • Es fehlt allen Afrikanern an sauberem Wasser und Elektrizität.
  • Es gibt keine Basisinfrastruktur in Afrika.
  • Es gibt keine Ausbildung und keine Arbeitsplätze für junge Menschen.
  • Alle Afrikaner in der Diaspora sind politische Asylsuchende; und die Liste könnte noch fortgesetzt werden.

In der Tat sind es jene korrupten Politiker, die einigen westlichen Firmen zu großem Erfolg in Afrika verholfen haben, sehr zum Nachteil  mittelloser afrikanischer Staatsbürger.

Es sind dieselben korrupten Politiker, die etliche als Entwicklungs hilfeorganisation bekannte Organisationen unterstützt haben, um im Namen der Entwicklungshilfe für Afrika deren Existenz  zu sichern. Nach ca. 50 Jahren Entwicklungshilfe in Afrika  werden die besten Fälle als “rückständig” präsentiert. Tatsächlich scheint es nichts Positives über Afrika zu berichten zu geben. Was haben diese 50 Jahre Entwicklungshilfe in Afrika gebracht, wenn ich fragen darf?

Es sind wiederum die Kinder jener korrupten Politiker und kranken Bürger des Kontinents, die es trotz mangelndem Zugang zu Bildung geschafft haben, eine Ausbildung auf einem solchen Niveau zu absolvieren, dass Länder wie die Vereinigten Staaten, Frankreich und Großbritannien spezielle Einwanderungsprogramme zur Rekrutierung dieser Elite des Kontinents geschaffen haben, damit diese in ihren Ländern berufstätig werden und die Wirtschaft stützen.

Die Kinder dieser Einwanderergruppen jedoch, die mehrheitlich in Europa geboren und aufgewachsen sind, haben, ohne dass sie eine Wahl hatten, kaum noch eine Verbindung zu den Heimatländern ihrer Eltern und sind bis auf ihre Hautfarbe eher Europäer als Afrikaner. Bedauerlicherweise fühlen sie sich jedoch nicht als Teil einer großen europäischen Gemeinschaft, da sie nicht als Europäer anerkannt werden. Ihre Probleme finden keine Beachtung und in den meisten europäischen Ländern fristen sie ein Dasein am Rande der Gesellschaft. Erhielten sie jedoch eine Chance, so könnten sie einen großen Beitrag zu einem toleranten und multikulturellen Europa leisten.

Gleichwohl haben die meisten afrikanischen Regierungen aus nur ihnen verständlichen Gründen offen ihre Geringschätzung für die afrikanische Diaspora zum Ausdruck gebracht. Sie würden eher jeden anderen um Rat und Mithilfe bitten als Vertreter ihrer eigenen Diaspora. Aber die letzten 50 Jahre haben unseren Willen getestet und uns in Kontakt mit einer von Habgier und Aggressivität geprägten Lebensweise gebracht, die versucht hat, das Fundament unserer Humanität zu untergraben. Eine Lebensweise, die uns verdeutlicht, dass unsere Regierungen den Weg nicht allein, ohne ihre Diaspora beschreiten können. Wir sollten nicht vergessen, dass die Belastbarkeit der Menschen auf dem Kontinent und in der Diaspora stark geblieben ist. Wie der Palmzweig, der sich im Wind wiegt aber nicht zerbricht, haben die Menschen der Diaspora die schrecklichen, brutalen Schläge des Neokolonialismus und der Versklavung erfahren und haben sie überlebt. Sicherlich gibt es die einen oder anderen in der Diaspora, die daran gebrochen sind. Es gibt Menschen, bei denen die Angriffe Erschütterung und seelische Verletzungen hinterlassen haben und deren Entwicklung dadurch gehemmt wurde. Zum überwiegenden Teil jedoch haben sie ihre Größe bewahrt, weil ihnen der Kontinent noch immer am Herzen liegt.

Wir alle, sowohl  im Westen als auch in Afrika, haben uns zurückgelehnt und hilflos zugesehen, wie Afrikas kostbare Humanressourcen und finanzielle Reichtümer bedenkenlos und kostenlos verschleudert wurden. Wir haben es zugelassen, dass von unserem Kontinent ein kaum vorstellbares Schreckensbild gezeichnet wurde. Hierfür sollten wir alle beschämt unsere Köpfe senken.

Daher besteht der Sinn und Zweck der Afrikanischen Jugendhilfe darin, diese Jugendlichen der afrikanischen Diaspora darin zu bestärken, auf ihre Lage aufmerksam zu machen. Die Afrikanische Jugendhilfe ist der Ansicht, dass der sicherste Weg, den Jugendlichen des Kontinents eine Zukunft in der Gesellschaft zu sichern, darin besteht, ihnen bei der Entwicklung ihrer körperlichen und geistigen Stärken durch Bildung, Berufsausbildung und Verbesserung ihrer Lebensbedingungen zu helfen.  Die Herausforderung für Afrika besteht daher darin, durch internationale Zusammenarbeit die Hilfsmittel zu finden, um der Jugend des Kontinents zu helfen, ihre vollen Kräfte für ein schöpferisches Leben zu entwickeln.

Als bescheidener Beitrag in diese Richtung hat die Afrikanische Jugendhilfe einen Fonds eingerichtet - den "PROGRESSIVEN BILDUNGSFONDS", der stufenweise helfen soll, auf den Bildungsbedarf der afrikanischen Jugend einzugehen, wobei auf Landesebene begonnen wird. Der Fonds ist darauf ausgerichtet, so vielen afrikanischen Jugendlichen wie möglich eine Bildung und Ausbildung zu gewähren, was eine notwendige Voraussetzung für eine aktive Teilnahme an der Planung, Durchsetzung und Bewertung der Entwicklungstätigkeiten ist, die ihr tägliches Leben direkt beeinflussen. Dies beinhaltet das Angebot einer finanziellen Förderung jener Jugendlichen, die besonderes Talent zeigen. Hierbei gilt den Ärmsten der Armen besondere Aufmerksamkeit.

Wir können die Uhren nicht zurückdrehen, aber wir können jungen Menschen Zugang zu Bildung ermöglichen und ihnen bessere Entscheidungsmöglichkeiten bieten. Die Verbreitung dieser Auswanderungs- und "Brain drain"-Krankheit hat sich Zeit gelassen und es wird deshalb auch einige Zeit dauern, bis ihre Folgen überwunden sind. Deshalb arbeiten wir bei AYF noch immer hart daran, eine Plattform zu schaffen, die Afrikaner der Diaspora und des Kontinents zusammenbringen kann, um Ideen auszutauschen und um durch die Mitarbeit an verschiedenen Ausbildungssprojekten einen Beitrag zum Erfolg beider Kontinente zu leisten.

Gemeinsam und mit Willenskraft können wir etwas bewirken ......!

Dr. Paulyn Jansen
Geschäftsführerin

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