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Diaspora-Investmentfond

Die Einführung des Diaspora-Investmentfonds (DIF) war das Ergebnis von gemeinsamen Veranstaltungen und von Ideen, die in Afrika zur Sprache gebracht wurden, für deren Verwirklichung sich jedoch niemand verantwortlich zeigte. Vermeintlich werden in den meisten afrikanischen Ländern die gesetzlichen Mittel, die für eine Zusammenarbeit der Einwohner auf Landesebene geschaffen wurden, nicht genutzt. Mittel werden nicht sparsam eingesetzt und Ressourcen werden nicht auf eine Weise verwaltet, dass ein einheitliches Netzwerk der systematischen Interessenvertretung geschaffen werden kann. Amtspersonen werden für ihre Handlungen nicht zur Rechenschaft gezogen. Vermögen ist schwer zu liquidieren und steht nicht für Kredite und Kapitalbildung zur Verfügung. Wirtschaftsorganisationen haben weder Satzungen, die es ihren Mitgliedern gestattet, nach einer einheitlichen Regelung zu arbeiten; noch stehen geeignete Mittel zur Arbeitsteilung und Risikokontrolle durch Haftungsbeschränkung und Vermögensschutz zur Verfügung. Fachpersonal kann nur schwer gefunden werden und Verträge gelangen nicht auf einen Markt außerhalb des Familien- und Bekanntenkreises.

Angenommen, es gibt insgesamt 4 Millionen im Ausland lebende Staatsbürger aller afrikanischen Länder, die ein Interesse am Wohlergehen ihrer Herkunftsländer haben, jedoch keinen Beitrag vor Ort leisten können. Wenn diese Menschen bereit wären, je mindestens 100 Euro pro Jahr für z.B. die Lösung von Problemen in Ghana zu spenden, dann entspräche dies einer Summe von 400.000.000€ (400 Millionen) Euro im Jahr.

Stakeholder dieses Fonds’ können die Initiative aufgreifen und in Geschäftsideen oder Projekte umsetzen, die einen positiven Beitrag zur Sicherung und Entwicklung Afrikas leisten. Dieser Fonds sollte in der Lage sein, von Staatsmitteln Gebrauch zu machen, um den Bedürfnissen des Volkes zu entsprechen.

Die afrikanische Diaspora stellt das größte Offshore-Vermögen Afrikas dar und ist, da Diasporas ein dauerhaftes rechtmäßiges Interesse am Wohle ihrer Länder besitzen, zum unentbehrlichen Katalysator des Entwicklungsfortschritts in den afrikanischen Heimatländern geworden.

Die ständig wachsende afrikanische Diaspora ist dieser neuen Rolle vor allem aufgrund von Überweisungen gewachsen, die schon jetzt einen entscheidenden und wachsenden Teil des Bruttonationaleinkommens afrikanischer Länder ausmachen. Allein die Größenordnung der Überweisungen ist überwältigend; allerdings haben afrikanische Diasporas dafür bislang nichts Wesentliches und nichts Eigenständiges (als Gemeinschaft) vorzuweisen.

Dieses Phänomen ist in fast allen afrikanischen Ländern zu beobachten - von der Diaspora fließt viel Geld in die Länder, aber nichts Großartiges wird hervorgebracht.  Der Gesamtumfang der Überweisungen nach Afrika überschreitet alle Formen der Entwicklungshilfe zusammen- genommen. Und der Geldfluss ist gesichert für die Zukunft. Wie Afrikaner in ihren Heimatländern und im Ausland diese “Goldgrube” privater Auslandsmittel am besten für das Wohl der Gesellschaft ausschöpfen, wird allein durch ihre Kreativität bestimmt. DIF ist eines dieser Beispiele für Kreativität, die von Afrikanern in der Diaspora rückhaltlos angenommen werden.